Übung: Stationsausbildung Plasmaschneider, Schiebeleiter, Telehydrant

Bei der letzten Übung der Feuerwehr Daun wurden die Kameraden an drei Stationen zu verschiedenen Themen ausgebildet.

An Station 1 wurde mit dem Plasmaschneider gearbeitet.

Ein Plasmaschneider oder -brenner schneidet Metalle mittels eines Plasmas (elektrisch leitfähiges Gas mit einer Temperatur von etwa 30.000 °C), das durch einen elektrischen Lichtbogen erzeugt wird.

Der ursprünglich für den industriellen Einsatz entwickelte Plasmaschneider wird in einer mobilen Variante auch von der Feuerwehr eingesetzt. Können z.B. ein hydraulischer Rettungssatz mit Spreizer und Schneidgerät aus Platzmangel nicht eingesetzt werden, stellt der Plasmaschneider eine ideale Alternative dar. Die verwendeten Geräte erreichen im Allgemeinen sehr hohe Stromstärken. Mit diesen ist es den Rettungskräften möglich, über 20 mm dicken Stahl zu durchtrennen (nach DIN). Die Feuerwehr Daun hat ein solches Gerät auf dem HLF verlastet.

An Station 2 wurde geübt, die dreiteilige Schiebeleiter in Stellung zu bringen.

Die dreiteilige Schiebleiter ist eine Anstellleiter aus drei beweglich verbundenen Leiterteilen, welche mit einem Zugseil auseinader gezogen werden können.

Komplett ausgezogen hat sie eine Einsatzlänge von 14 m. Damit wird eine Rettungshöhe von 12 m beziehungsweise das Erreichen des 3. Obergeschosses ermöglicht. Die Feuerwehr Daun führt diese auf dem HLF mit.

An Station 3 wurden die neuen Telehydranten vorgestellt.

Im Ausrückebereich der Feuerwehr Daun wurden in dervergangenen Zeit mehrere dieser Hydranten verbaut.

Vorteile dieses Hydranten sind u.a. die höhere Durchflussmenge als bei einem Unterflurhydrant, da keine Niederschraubventile auf dem Hydrantenstock vorhanden sind, und der geringere Platzbedarf als bei einem Oberflurhydrant.

Nach dem Öffnen des Hydrantendeckels kann der Hydrant einfach nach oben gezogen werden.

Anschließend können bis zu zwei B-Leitungen angeschlossen werden.