Bau des Feuerwehrhauses

Altes Feuerwehrhaus Im Laufe der Jahre wurde das Feuerwehrhaus am Marktplatz, bedingt durch den enormen Aufgabenzuwachs bei den Feuerwehren zu klein, ein Teil der Fahrzeuge war schon in anderen Garagen und Hallen untergestellt.

Durch diese Umstände bedingt wurde 1979 mit der Planung für ein neues Feuerwehrhaus begonnen, gedacht war an den Umbau der ehemaligen Reithalle. Vorgesehen war ein Gebäude zusammen mit dem städtischen Bauhof, dem Gruppenwasserwerk und einer Wohnung für den Gerätewart der Feuerwehr.

Nachdem festgestellt wurde, dass die Bausubstanz und die Statik der Reithalle nicht mehr den Anforderungen genügten, wurde das Gebäude der ehemaligen Landwirtschaftlichen Hauptgenossenschaft (LHG) in Betracht gezogen, hier erwiesen sich aber die Decke des Untergeschosses als zu schwach für die schweren Fahrzeuge.

Reitstall Nun wurden Überlegungen für einen kompletten Neubau gemacht. Zuerst wurde der Raum- und Platzbedarf ermittelt und ein entsprechender Vorschlag von WF Walter Simonis 1985 an die Verbandsgemeindeverwaltung gemacht. Eine entsprechende Baustelle mußte gesucht werden, hier bot sich wiederum die Reithalle mit dem Vorplatz als Standort an. Nach dem mehrere Plätze in Betracht gezogen wurde, blieb nur dieser Platz als optimale Möglichkeit übrig.

Das neue Feuerwehrhaus sollte ein kompletter Neubau mit 6 Hallen, einem Schulungsraum, einer Einsatzzentrale, mit Atemschutz- und Schlauchwerkstatt, einem Trockenturm, Sozialräumen und einer Wohnung für den Gerätewart werden.

1989 wurden in einem Architektenwettbewerb 4 Vorschläge eingereicht, man entschied sich für den Vorschlag von Harald Brand.
Zwischenzeitlich war die Wohnung für den Gerätewart entfallen, da die Verbandsgemeindeverwaltung ein naheliegendes Wohnhaus dafür erwerben konnte.

Für die weitere Planung wurde ein Bauausschuß gegründet, dem J. Simonis, W. Simonis, M. Reicherz, G. Schneiders, F. Marder, H. Thielen, R. Thielen, Th. Simonis und H. Kauth angehörten und der sich in der Hauptsache mit der Ausstattung und Ausführung des Neubaues befaßte.

Richtfest neues Feuerwehrhaus 1992 wurde mit dem Abriß der Reithalle begonnen und im August 1992 mit dem Neubau des Feuerwehrhauses. Das Richtfest konnte dann nach rund einjähriger Bauzeit am 4. Oktober 1993 im beisein vom 1. Beigeordneten Werner Klöckner, den Handwerkern, Planern, Mitgliedern des Verbandsgemeinde- und Stadtrates und der Feuerwehr gefeiert werden.

In dem neuen Feuerwehrhaus sind 14 Stellplätze in Doppelboxen, eine Schlauchpflegeanlage für alle Feuerwehren der VG Daun, ein Trocken- und Übungsturm, eine Atemschutzübungsstrecke mit Atemschutzwerkstatt, eine Einsatzzentrale mit Besprechungsraum, Umkleideräume sowohl für die Männer als auch für die Frauen in der Feuerwehr. Im Obergeschoss befinden sich ein Schulungs- und Jugendraum, die auch für Tagungen und Fortbildungen genutzt werden können, sowie die „Florians-Klause“.

Richtfest neues Feuerwehrhaus Der Umzug in das neue Feuerwehrhaus erfolgte im Sommer 1994 und die Einweihung am 17./18. September 1994 in Verbindung mit den 111 jährigen Bestehen der Feuerwehr Daun und 10 Jahre Partnerschaft mit der Feuerwehr Carisolo aus Italien.
Wehrführer Walter Simonis konnte hierzu Innenminister Walter Zuber, Landrat Albert Nell, Bürgermeister Werner Klöckner, seinen Vorgänger Adolf Waldorf, Wehrleiter Josef Simonis und viele Gäste begrüßen.
Gleichzeitig wurde der Feuerwehr ein neues Löschgruppenfahrzeug übergeben und eingesegnet.

Bürgermeister Klöckner betonte in seiner Ansprache, das dadurch für die VG Daun ein bedeutendes Vorhaben realisiert worden ist. Das Gebäude biete Einrichtungen, die den Feuerwehren der VG Daun und teilweise den Feuerwehren des Landkreises zur Verfügung stehen. Die Baukosten betrugen insgesamt 4,65 Mio. DM. Die Feuerwehr Daun hat das Vorhaben neben der Durchführung von Arbeiten auch mit maßgeblichen finanziellen Mitteln unterstützt, so z.B. die Mehrkosten bei dem aus italienischem Granit hergestellten Boden- und Treppenbelag und die Einrichtung der „Florians-Klause“ getragen.