Feuerwehrkameradinnen und -kameraden sind im Einsatzdienst oft vielen Gefahren ausgesetzt

Einige Gefahren, die lange Zeit nicht beachtet wurden, genießen in der heutigen Zeit einen immer größeren Stellenwert. Nicht zuletzt durch die Corona-Pandemie wurde man dazu sensibilisiert, dass über die Haut und die Atemwege eine Vielzahl von gefährlichen Stoffen in den Körper gelangen. Es ist ganz besonders wichtig, dass Feuerwehrleute im Einsatz die Aufnahme gesundheitsschädlicher Stoffe in den Körper (Inkorporation) und die Verunreinigung der Haut (Kontamination) vermeiden. Gerade im Feuerwehrdienst sind die Einsatzkräfte einem erhöhten Krebsrisiko ausgesetzt.

Dadurch müssen insbesondere bei der Feuerwehr sehr viele Reinigungs- und Desinfektionsprozesse wahrgenommen werden. Im Feuerwehrdienst schützen sich die Kameradinnen und Kameraden durch geeignete persönliche Schutzausrüstung. Diese wurde in den letzten Jahren immer wieder angepasst und stark verbessert. Alles mit dem Ziel, den Körper des Feuerwehrangehörigen bestmöglich zu schützen.

Gegen die Brandgefahr und die Hitze tragen die Feuerwehrangehörigen spezielle Brandschutzkleidung sowie Atemschutzgeräte. Die gesamte Brandschutzkleidung, die bei einem Einsatz durch Giftstoffe kontaminiert wird, muss anschließend gereinigt werden. Dies erhält in der heutigen Zeit einen immer größeren Stellenwert.

Die Atemschutzgeräte werden durch die Atemschutzgerätewarte der Feuerwehr nach einer Benutzung gereinigt, desinfiziert und geprüft. Dabei müssen verschiedene Teile ausgetauscht werden, um die größtmögliche Sicherheit im nächsten Einsatz zu bieten.

Bei der Schutzkleidung (Brandschutzhose, passende Überjacke, Handschuhe, Flammschutzhaube) nehmen diese Aufgabe Firmen war, die diese Kleidung reinigen und desinfizieren. So werden schon an der Einsatzstelle Feuerwehrkameraden entkleidet, die betroffene persönliche Schutzausrüstung wird verpackt und dann den Werkstätten oder Reinigungsfirmen zugeführt. An der Einsatzstelle erhält die Einsatzkraft Wechselkleidung, mit der sie nach Hause gehen oder sich im Gerätehaus direkt duschen und waschen kann. Die Stiefel können von den Feuerwehrangehörigen selbest gereinigt werden.

Die Wechselkleidung ist auf dem MZF 3 verladen, welches bei Brandeinsätzen daher immer mit ausrückt.

Bei den Helmen kann diese Reinigung nicht vom Firmen übernommen werden. Die Verbandsgemeinde Daun hat eine Reihe von Gerätewarten ausgebildet, die nach einer Benutzung der Helme diese reinigen. Gerade wenn sie durch gesundheitsschäfliche Substanzen, die an den Einsatzstellen auf unterschiedlichste Arten vorkommen, kontaminiert sind, ist dies besonders wichtig.

Die Helme müssen dazu auseinander gebaut und in ihre einzelne Bestandteile zerlegt, gereinigt, desinfiziert und überprüft werden. Die Überprüfung und Reinigung der kompletten Schutzausrüstung hat einen immer größeren Stellenwert eingenommen und benötigt sehr viel Zeit von den Gerätewarten und setzt eine gewisse Grundschulung voraus.

Nicht nur die Reinigung und die Vermeidung der Kontamination sowie eine gewisse Einsatzstellenhygiene sind wichtig, sondern auch die besondere Prüfung der persönlichen Schutzausrüstung, damit diese bereit ist für den nächsten Einsatz und unsere Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr Daun bestmöglich schützt, so dass diese immer wieder gesund aus jedem Einsatz nach Hause kommen.